Autor des Monats Juni 2015

Stephan Hähnel


Der Aufmacher auf Stephan Hähnels Internetseite ist ein Zitat von Thomas Hardy: »Viele Dinge sind so seltsam, dass man sie nicht glauben kann; aber nichts ist so seltsam, dass es sich nicht ereignet haben könnte«.

Diese Motto könnte man auch über das literarische Schaffen von Thomas Hähnel stellen, hier geht es schräg-skurril zu. Auch der Lebenslauf des 1961 in Berlin geborenen weist etliche Querlinien auf: Nach der Schule startete er eine Ausbildung zum Schlosser, vor seinem Studium in Eisleben musste aber noch der Wehrdienst abgeleistet werden und zwischendurch verdiente er sein Geld als Produktionsarbeiter, Kneipenbetreuer, Wirtschaftsingenieur, Finanzbuchhalter, Systemadministrator, Unternehmer, Callcenter Agent, Personalberater, ... (das sind wohl nur die wichtigsten)

Eines aber hat sich nicht geändert: Seit seinem 14. Lebensjahr schreibt er Gedicht und Geschichten und so würde eine erschöpfende Aufzählung aller Veröffentlichungen den Rahmen hier sprengen. Was er jedoch noch nie geschrieben hatte, war ein kompletter Roman - dies hatte sich erst in 2014 in From von »Gefundenes Fressen« geändert.

Bei alldem vernachlässigt er aber seine Kurzgeschichten keineswegs. Jüngster Spross aus dieser Familie sind die »Mörderischen Liebesgeschichten«. Und aus denen wird er 12. Juni im Penthouse des K80 lesen. Hoffentlich regnet es nicht. Aber Stephan Hähnel dürfte auch diesem Umstand durchaus positive Seiten abgewinnen können.